Nikotin

Wirkung von Nikotin

Nikotin ist eine farblose Flüssigkeit, an Luft färbt sich diese bräunlich. Dieses Alkaloid kommt vorwiegend in Tabakpflanzen vor. Nikotin dient den Pflanzen zur Abwehr von schädlichen Insekten, da es sehr giftig ist.

Nikotin wirkt im Körper an sogenannten „nikotinergen Acetycholinrezeptoren“, diese finden sich an verschiedenen Schlüsselstellen des Körpers. In kleinen Mengen wirkt es stimulierend, indem es die Botenstoffe Adrenalin, Dopamin und Serotonin freisetzt.

Nikotin beschleunigt so den Herzschlag, die Gefäße verengen sich und dadurch kommt es zu Blutdrucksteigerung. Die Hauttemperatur sinkt, es kommt zu leichtem Schwitzen. Im Gehirn bewirkt es, dass sich Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung verbessern. Dieser Effekt ist allerdings nur von kurzer Dauer.

Durch die Nikotinzufuhr verringert sich der Appetit, die Produktion der Magensäure steigt.

Nikotin macht abhängig und hat ein hohes Suchtpotential. Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Ängstlichkeit können bis zu 72 Stunden andauern.

Macht Nikotin krank?

Ob Nikotin selbst Krankheiten auslöst ist nicht vollständig geklärt. So ist Nikotin selbst nicht Ursache von Lungenkrebs. Dafür sind viele andere Stoffe im Rauch mit verantwortlich. Dennoch wird Nikotin in Verbindung  mit Gefäßerkrankungen gebracht, wie Thrombose, Herzinfarkt oder Potenzstörungen.

Nikotin als „Wirkstoff“ darf also nicht dem gesamten giftigen Zigarettenrauch gleichgesetzt werden!

Du willst deine Sucht überwinden? Hier findest du Hilfe!

warum-rauchen.de ist eine Initiative der Deutschen Lungenstiftung e.V. zur Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen.