Die Wirkung des Rauchens

Was passiert eigentlich wenn man raucht?
Und welche Wirkung haben die Stoffe einer Zigarette?


Welche Inhaltsstoffe hat eine Zigarette?

Zunächst einmal finden sich mehrere dutzend Inhaltsstoffe in einer Zigarette: Aroma- und Geschmackstoffe  wie Kakao und Lakritz machen den Rauch angenehmer. Zudem finden sich auch eine Vielzahl von Füll-, Klebe-, Haft-, Binde- und Verdickungsmittel sowie Farbstoffe.

Der Inhaltsstoff jeder einzelnen Marke kann unter www.bmelv.de, der Homepage des Gesundheitsministeriums, nachgesehen werden.

Beim Verbrennen dieser Stoffe mit dem Tabak, der das Nikotin enthält, entstehen weitere chemische Verbindungen. Aber was machen diese?

Weshalb werde ich abhängig?

Für das Nikotin hat der Mensch eigene Rezeptoren, das heißt „Andockstellen“ im Körper die dann die Wirkung auslösen: der Blutdruck und der Puls steigen, die Aufmerksamkeit wird zunächst gesteigert, die Hauttemperatur sinkt weil sich die kleinen Blutgefäße zusammenziehen. Es kann aber auch zu Übelkeit, Zittern und Nervosität führen, wenn man zuviel davon ab bekommt.

Ein Problem dabei ist die Abhängigkeit, die der Körper nach kurzer Zeit entwickelt: der Körper stellt sich drauf ein und „fordert“ dann Nikotin – manche Spezialisten halten das Suchtpotential vergleichbar mit dem des Heroin! Das erklärt auch, warum das Aufhören dann so schwer sein kann.

Wie schädlich ist rauchen?

Es passieren eine Menge Dinge im Körper, über den einfachen Husten hinaus. Junge Raucher bringen das aber selten mit sich selbst in Verbindung, sie glauben das betrifft nur „die Alten“. Und legen mit der nächsten Zigarette einen weiteren traurigen Grundstein zu ihrem Schicksal …

Die Lunge wird geschädigt

Das Nikotin hinterlässt aber in der Wirkung mit den entstehenden Giftstoffen auch Schäden: der Rauch reizt die Bronchien und löst dort eine Entzündung aus. Die Flimmerhärchen sterben ab und die Lunge kann sich nicht mehr von Schmutz und Bakterien befreien. Der Hustenreiz wird ausgelöst, um die Bronchien frei zu halten. Es entsteht eine dauerhafte („chronische“) Bronchitis mit Husten und später auch Luftnot, weil die Lungenstruktur zerstört und „zerfressen“ wird. Es dauert Jahre bis dies geschieht, ist aber dann nicht mehr umkehrbar!

Das Immunsystem wird geschwächt

Das Immunsystem wird geschwächt, der Körper kann sich schlechter gegen „Eindringlinge“ wehren. So kommt es z.B. zu Lungenentzündungen.
Es entstehen noch weitere Schäden: Zellen werden so in ihrem Erbgut geschädigt, so dass sie „bösartig“ und somit zu Krebszellen werden können. Nicht nur in der Lunge, auch in anderen Organen!

Die Arterien verkalken

Die Arterien verkalken und es entstehen Schlaganfälle, Herzinfarkte und Durchblutungsstörungen (z.B. das bekannte „Raucherbein“). In den Venen können Thrombosen entstehen und daraus tödliche Lungenembolien.

Rauchen in Schwangerschaft

Studien belegen zweifelsfrei, dass rauchende Schwangere nicht nur sich selbst gefährden sondern auch bei ihren Kindern viel riskieren, nämlich Untergewicht bei der Geburt, ein höheres Risiko an Erkrankungen wie einem Asthma, einer Bronchitis und die Entstehung einer Zuckererkrankung (Diabetes).

Die Haut verschlechtert sich

Die Haut verschlechtert sich, man sieht das Rauchen Menschen über 30 meist schon an. Und schließlich wird auch die Fruchtbarkeit beeinflusst.

Du willst deine Sucht überwinden? Hier findest du Hilfe!

warum-rauchen.de ist eine Initiative der Deutschen Lungenstiftung e.V. zur Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen.